Hehe
Mai 31, 2007
Bei einem Rundgang durch die Innenstadt kann man feststellen, dass auch einige Filialleiter und Geschäftsführer der Meinung sind die „Waffen der Kritik“ seien nicht durch die „Kritik der Waffen“ zu ersetzen.
Schrammel Emo
Mai 25, 2007
Hab gerade nicht viel Zeit. Hier also schnell ein Video. Das ist ne Akkustikversion von Thursday’s „War All The Time“. Bei der Platte habe ich aufgehört auf Thursday zu stehen. Also die mochte ich noch, das Nachfolgealbum hat mich dann aber nicht mehr interessiert.
Doch noch einer…
Mai 23, 2007
…oder: Traffic stinkt nicht.
Naaa, nee. Einen gibt’s also noch. Habe gerade bei Torsun einen Link zu unser aller Lieblingsschundfundgrube gesehen. Das passt mir jetzt sehr gut um hier mal den Traffic anzukurbeln. Ich schreibe deshalb jetzt noch mal für die Suchmaschinen ein paar Begriffe rein während ihr ja schon mal das Video checken könnt. Also los: Atzen, Anabolika Hansa, Kickboxen Randale, Hansa Hools, Berlin, Atzen, Gangsta Hip Hop – das hat bei Tristan und Milz immerhin auch ganz gut geklappt. Nur, dass deren Fans nicht checken, das ich die garnicht gut finde.
Look at the lookistic look
Mai 23, 2007
Gestern abend haben wir im Café Median (das übrigens allen Auswärtigen, die (trotz aller Kritik) doch zum G8 Spektakel kommen zum Abstürzen empfohlen sei) gesessen. Dort wurden auf einer an sich nicht besonders ästhetischen Wandmalerei Sprüche hinterlassen. Das Bild zeigt grob erkennbar eine Frau mit Knarre. Ein traditionelles typisch linkes Motiv also im schlechten Sinne. Wir unterhielten uns dann eine Weile über Sinn und Unsinn von Grafiken auf Flyern und Plakaten. Es ging um die Fragen wie: Wenn Frauen abgebildet werden, dürfen sie dann nach allgemeinen Schönheitsidealen attraktiv sein? Sind bewaffnete Kinder aus der dritten Welt nicht besser? Oder sollte auf Nummer sicher gegangen werden und irgendeine Comicfigur bzw. eine Mangacharaktere verwendet werden? – Keine leichte Entscheidung, weil ja überall auch noch der Lookismus lauert. Ach ja.
Ziemlich sicher war ich mir auf jeden Fall als Britney Spears vor einiger Zeit auf Paparazzi losging, das die dort entstandenen Fotos früher oder später auf Flyern landen würden. Immerhin ist sie eine Frau, dazu noch ein Popstar, hat auf dem Bild ne Glatze (ist also schon mal vor Lookismusvorwürfen geschützt(er)) und ist gerade dabei Gewalt auszuüben. Besser geht’s ja gar nicht. Und TOP Berlin hat ja dann mit der Werbung zur Reduce to the Max Demo auch nicht lange gebraucht um Britney auf Flyer zu bringen.

Wer sich auch sonst gerne Frauen mit Knarren ansieht kann ja mal hier vorbeischauen:

So ich werde mich mal meiner BA Arbeit widmen und ihr daher wahrscheinlich den Rest der Woche hier nix neues zu lesen bekommen. Für die spektakulären nächsten Tage habe ich mir allerdings vorgenommen möglichst jeden abend Kommentare zum Geschehen vor Ort abzugeben. Mal schauen.
Objektives Schweinesystemtischzerstören
Mai 22, 2007
Ich habe kaum Bock zu Schreiben, das Wetter ist schön, die Bullen sind scheiße, Hansa ist aufgestiegen (und Randale gab’s auch noch). – So und deshalb könnt ihr jetzt mal darüber nachdenken. Weil ich zu faul bin wat eigenes zu bewerkstelligen und dennoch bald hier Spektakel ist, mach ich jetzt das wozu NoFi mich mal erkoren hat: Ich übe mich in Lieblingsinternetautonomentum. Da heisst „Scheiß Schweinesystem!“ schreiben und dennoch irgendwie intellektuell wirken wollen. – Nee! Mache ich nicht aber ihr könnt euch ja mal damit die Zeit vertreiben:
„…Der gegenwärtige Praktizismus stützt sich auf ein Moment, das die abscheuliche Sprache der Wissenssoziologie Ideologieverdacht getauft hat, so als wäre der Motor zur Kritik von Ideologien nicht die Erfahrung ihrer Unwahrheit, sondern die spießbürgerliche Geringschätzung allen Geistes wegen seiner angeblichen Interessenbedingtheit, die der skeptische Interessent auf den Geist projiziere. Vernebelt aber Praxis durchs Opiat der Kollektivität die eigene aktuelle Unmöglichkeit, so wird sie Ideologie ihrerseits. Dafür gibt es ein untrügliches Anzeichen: das automatische Einschnappen der Frage nach dem Was tun, die auf jeglichen kritischen Gedanken antwortet, ehe er nur recht ausgesprochen, geschweige denn mitvollzogen ist. Nirgendwo ist der Obskurantismus jüngster Theoriefeindschaft so flagrant. Sie erinnert an den Gestus des den Paß Abverlangens. Unausdrücklich, doch desto mächtiger ist das Gebot: du mußt unterschreiben. Der Einzelne soll sich ans Kollektiv zedieren; zum Lohn dafür, daß er in den melting pot springe, wird ihm die Gnadenwahl der Zugehörigkeit verheißen. Schwache, Verängstigte fühlen sich stark, wenn sie rennend sich an den Händen halten. Das ist der reale Umschlagspunkt in Irrationalismus.

Mit hundert Sophismen wird verteidigt, mit hundert Mitteln moralischen Drucks den Adepten eingeprägt, man werde durch Verzicht auf eigene Vernunft und eigenes Urteil höherer, eben kollektiver Vernunft teilhaftig, während man doch, um die Wahrheit zu erkennen, jener unabdingbar individuierten Vernunft bedürfte, von der einem eingehämmert wird, sie sei überholt und, was sie etwa anzumelden habe, von der allemal überlegenen Weisheit der Genossen längst widerlegt und erledigt. Zurückgefallen wird auf jene disziplinäre Attitüde, die einst die Kommunisten einübten. Als Komödie wiederholt sich in den Scheinrevolutionären, einem Diktum von Marx gemäß, was todernst und von furchtbaren Folgen war, als die Situation noch offen dünkte. Anstatt auf Argumente stößt man auf standardisierte Parolen, die offensichtlich von Führern und ihrem Anhang ausgegeben sind...“ (T.W. Adorno: Marginalien zu Theorie und Praxis)
Es kommt …
Mai 16, 2007
Revolutionsromantik, Mackermilitanz, Hippiekacke, Frieden mit dem falschen Ganzen, Antisemitismus, verkürzte Kapitalismuskritik, Konstruktive Alternativvorschläge, Politiksimulation, Spektakel, Fetischismus,…
Der Vorwürfe gegen die Mobilisierung zu den bevorstehenden Protesten gegen den G8 gab es viele. Aber es gibt etwas, dass mich stört und weshalb ich sagen kann ich bin gegen den G8 Gipfel: Wenn ich mich morgens aus dem Bett gequält habe, um zu einer langweiligen Sozialpsychologievorlesung zu gehen, damit ich endlich diesen Scheiß Schein bekomme, UND DANN schon morgens in aller Frühe alles in der Stadt mit Bullen vollgeschissen ist. Oder um es mal mit Eisenpimmel zu sagen: „WIR WOLLEN KEINE BULLENBEINE!“
Am sympathischsten sind mir beim Spektakel noch die hier:
Studentenkellerwerbung im Mai
Mai 7, 2007
Die Werbung im Mai ist irgendwie schon nen bißchen geil. (- oder zumindest bemerkenswert)

Tanzen gehen
Mai 7, 2007
Am Freitag und Samstag verabschiedet sich die Bookhorst Bassbomb Unit nach zehn Jahren mit einer letzten Party im Jaz. Der Ankündigungstext liest sich schon sehr nostalgisch. Die Veranstaltung wird sicher großartig.
Das war ‘95 auf der Stubnitz. Die Party hieß Heizhouse und im Vorschiff lief Techno. Unten war es eher zum Abhängen und ein Engländer mit ‘nem übergroßen Strohhut hat total coolen Jungle gespielt. Das war ansteckend und hat uns abhängig gemacht.
2 Wochen später haben wir im Plattenladen von Dr. Mabuse unseren ersten Drum ‘n Bass Sampler „Lemon D presents Drum-N-Bass Session One“ auf R&S Records on Vinyl gekauft. Auf der Platte ist keine Rille mehr zu erkennen, so oft wurde sie gespielt. Irgendwann gab es dann ‘ne Jungleparty im Jaz. Sexy Rubber Sole aus England hat aufgelegt und uns erstmal gezeigt, wie man dazu tanzt. Bis dahin gab es nur Kopfnicken oder auch Dr. Alban-Moves (nur nicht so cool).
Ist schon komisch, wenn man weiß, dass es jetzt unsere LETZTE ist. Die 10 Jahre waren verdammt cool, aber wie lange kann man sowas halten?
Wir denken einfach, dass wir Platz für unsere neuen Sachen brauchen. Nach 10 Jahren ist es ein sehr guter Anlass, anderen Leuten die Möglichkeit zu geben, eigene Sachen zu starten.
Angefangen haben wir in Marlow und Trinwillershagen (danke Gerder), aber ins Rollen kam alles erst, als wir nach Bookhorst (yeah Helmut) gezogen sind. Die ersten beiden Turnies haben wir uns zusammen gekauft und jeden Tag Mixtapes aufgenommen. Durch Pit und Ali (Ourtribe) hatten wir dann die Möglichkeit, in Rostock Platten zu drehen und unsere eigene Party zu starten. Neben Ship Steppin (Sexy Rubber Sole & Wolff), Bassdelight (Kaidar, Robin Master & Smoking Tuna), Jungleheadz (Jensize) und Ourtribe, gab es nun auch die BassBombUnit.
Unser größter Dank geht an das schöne Jaz, in das wir damals schon zu Punk- und Hardcore-Konzerten gefahren sind und an André, der unsere Homepage pflegt. Wir hoffen, dass neue Partys ohne kommerziellen Hintergrund nachwachsen. Es sind nicht mehr viele die uns noch aus dem alten Jaz kennen, aber Ihr seid die Headz!
Ey Mann, mit dem Riesenstrohhut, Danke!
Am Samstag werde ich aber nach Lärz zum Sommerauftakt fahren.