Habe gerade zur Prüfungsvorbereitung eine Waltz Einführung von Carlo Masala durchgearbeitet. Dass Kenneth Waltz Theory of International Politics ein theoriegeschichtlicher Skandal ist, an dem sich in den letzten 30 Jahren nahezu jede Publikation in der Theorie internationaler Beziehungen reibt, geht auch an einer lustigen Facette des Bandes hervor, den ich aus der Bibliothek geholt habe. Ganz offenbar hat hier nicht nur jemand den Text exzerpiert, sondern führt bisweilen ein virtuelles Streitgespräch mit Masala und Waltz. Auf den unterstrichenen Satz „Aus dieser Perspektive bezeichnet Waltz Nuklearwaffen als eine „great force of peace“.“ von Carlo Masala antwortet der oder die Bleistiftschreiber_in mit dem Folgenden: „bitte beachte hier doch ein bisschen die menschl. Natur u. dass manche „Staatsmänner“ eben doch kranke machtgeile Idioten sind. Und dumm. Grrrr“. – Ganz großes Kino!! Ich würde sagen man muss Waltz mit der Einstellung “When everything turns bad it’s good to know the worst.” lesen. Er schreibt über Machtpolitik und er schreibt nicht darüber wie etwas sein sollte oder ob sein Gegenstand gut oder schlecht ist. In diesem Sinne bedanke ich mich unbekannterweise bei der Bleistiftstimme, die immer wieder in Erinnerung ruft worum es bei Waltz alles nicht geht.

Immer nur Uniquatsch machen ist ja auch scheiße. Daher empfehle ich bei Beatpunk die Heldengeschichte von Dennis über die Rykers zu lesen. Ich habe zwar nur die „Brother against Brother“ und nicht wie Dennis alles, aber in sehr vielem, was er schreibt, kann ich mich doch ziemlich gut wieder finden. (Und das gehört eigentlich in die Rubrik Kellerleichen)

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