So, ich bin halbwegs ausgeschlafen aber dennoch irgendwie lustlos. Nach über zwei Stunden Stalken auf StudiVz und diversen Blogs wird es wohl Zeit aufzustehen. Blogs werden eh meist erst gegen Abend aktualisiert. Das Internet oder zumindest die Blogossphäre ist morgens total langweilig.

Gestern hat eine ziemlich stressige Episode meines Studiums ihr Ende gefunden. Mein Zweitfach ist definitiv abgeschlossen bleibt noch ein Schein im Januar und dann gibt’s auch endlich das BA Zeugnis. Durch all die verschleppten Termine waren die vergangenen Wochen durch ständige Anspannung vor – und Zusammensinken nach den Sprechzeiten geprägt. Das schlaucht auf die Dauer.

Bei einem noch aktuellen Kontostand von -108 Euro, weiß ich immerhin was am Freitag auf dem Plan steht. Kollege Knusperflocken hat vorgeschlagen zu kochen und anschließend zu Fortschritt ins JAZ zu gehen. Ein sehr guter Plan, wie ich finde. Jetzt heißt es allerdings erstmal aufstehen und ein wenig Geld verdienen gehen, auf dass es im nächsten Monat nicht gleich wieder mit finanziellen Nöten weitergeht.

p.s.: Hier noch ein lustiges Video, was heute jemand beim Arbeiten vorgeführt hat.

Ostmaul sagt: Schluss!

November 26, 2007

Gäbe es auf Besserscheitern eine „Myspace der Woche“ – Rubrik wie bei den Criscos, dann wäre es höchste Zeit Ostmaul vorzustellen. Aus dem Umfeld von Micronomicon kommt mit R.O.S.T.O.C.K. ein Track der an „Hammer! weisst?“ und „Typen und so“ erinnert bzw. die DierkowToitenwinkelLichtenhagen Persiflage noch weiter überreizt. Unbedingt anhören. Das kann locker mit dem regelmäßig bei Ignaz vorgestellten Stuff mithalten.

Nur mal so zwischendurch…

November 24, 2007

Ähhem. Ich wurde übrigens auch gefragt ob ich hinterher mitauflegen will. Bei genauerer Inspektion der Plattenkiste zeigte sich, dass ich zwar eine enorme Bandbreite abdecken kann aber eben keine Stunde konsequent nur Youth Crew oder nur Metalcore oder nur Emo oder was auch immer. Also reicht die Bandbreite heute von intelligentem Hornbrillenträgergehacke a la Blood Brothers bis zu Mitte/Ende 90er Bollo Sachen wie Rykers.

Und wenn alle Stricke reißen und niemand mehr Bock auf sowas hat, könnte ich auch mit bewährten Produkten aus dem Hause Kitsune aufwarten. Mal sehen, wie es wird.

Unter aller Kritik

November 22, 2007

Ich lese ja regelmäßig neben Indymedia auch bei den Nazis, um zu erfahren, was die so auf dem Herzen haben oder wer von denen sich mal wieder irgendwo eine eingefangen hat. Ich denke mir: es kann nicht von Schaden sein, sich direkt zu informieren, wie der politische Gegner so tickt.

Nachdem Altermedia längere Zeit geschwächelt hatte, gibt es dort jetzt wieder echte Knaller zu lesen. Michael Winkler schreibt über Hegel, dem er zwar zugesteht, Monumentalwerke der Philosophie, in bestem Deutsch geschrieben zu haben, den er selbst aber aufgrund der langen Schachtelsätze nicht im Original gelesen hat. Übertroffen wird sein äußerst vulgäres Verständnis von Dialektik nur noch von den üblichen antisemitischen Paranoikern in der Kommentarspalte, für die es nur ein Frage auf der Welt gibt: Cui bono? In ihrem Wahn wissen sie darauf immer nur dieselbe Antwort zu geben: die Juden.

Den Beitrag gibt es diesemal nicht direkt verlinkt. (Traffic hin oder her. Ich will schließlich nicht jedes Geschmeiß in der eigenen Kommentarspalte ;) )

hxxp://de.altermedia.info/general/michael-winkler-hegel-211107_11986.html#comments

Das Schlußwort erhält nun der Karl:

„Krieg den deutschen Zuständen! Allerdings! Sie stehn unter dem Niveau der Geschichte, sie sind unter aller Kritik, aber sie bleiben ein Gegenstand der Kritik, wie der Verbrecher, der unter dem Niveau der Humanität steht, ein Gegenstand des Scharfrichters bleibt. Mit ihnen im Kampf ist die Kritik keine Leidenschaft des Kopfs, sie ist der Kopf der Leidenschaft. Sie ist kein anatomisches Messer, sie ist eine Waffe. Ihr Gegenstand ist ihr Feind, den sie nicht widerlegen, sondern vernichten will. Denn der Geist jener Zustände ist widerlegt. An und für sich sind sie keine denkwürdigen Objekte, sondern ebenso verächtliche, als verachtete Existenzen. Die Kritik für sich bedarf nicht der Selbstverständigung mit diesem Gegenstand, denn sie ist mit ihm im reinen. Sie gibt sich nicht mehr als Selbstzweck, sondern nur noch als Mittel. Ihr wesentliches Pathos ist die Indignation, ihre wesentliche Arbeit die Denunziation.“

Karl Marx: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung
Geschrieben Ende 1843 – Januar 1844

Morgen startet um 14 Uhr vom Saarplatz in Rostock eine Antirepressionsdemo. Der Aufruf ist ziemlich schlecht, sagt ziemlich oft „Wir“ und konstruiert dadurch ein identitäres „Wir gegen Die“-Gefühl. Denkt man ein wenig über das Demomotto nach, kommt man bei der Aussage „Wir wollen einen fairen und unwillkürlichen Prozess gemacht bekommen“ an. Fraglich ist allerdings, ob das nicht auch „OK“ ist. Oder anders gesagt: Welche andere Botschaft kann eine Demo, die die Arbeit der Ermittlungsbehörden und der Justiz kritisiert überhaupt haben?
Liest man sich beispielsweise den Blog annalist durch, dann wird spätestens klar, warum dennoch ein Protest notwendig ist. Solange man sich darüber im klaren ist, dass es bei der Demo nur um das Einfordern der eigenen demokratischen Grundrechte geht, ist es aber Ok.

Vielleicht gibts dazu dann hier noch mal ausführlicher was zu lesen.

Noch ein weiterer Terminhinweis: In einer Woche wird im Café Median in der Niklotstraße der Film American Hardcore gezeigt. Danach gibt es thematisch angemessene „Musik aus der Konserve“ (- wie man manchmal so sagt) von DJ Ron Johnson (der Mann der schneller meckert als sein Schatten, O-Ton: Subcommandante Mecke) und mir, joar.

So, und jetzt wird wieder transkribiert. Und du kannst dir noch mal ein tolles Video von The Gossip anschauen wennste willst.

Burial – Untrue

November 14, 2007

Das schlimmste Ambiente, dass ich für ein Dubstep Set bisher erlebt habe, war auf einem Open Air in der Nähe von Wismar. Mitten in der Natur und mit Blick auf die, hinter der Insel Poel, untergehende Sonne hatte diese Musik überhaupt keine Chance ihre Wirkung zu entfalten. Für diese düstere Musik, die voller Verweise an andere urbane Stile steckt, bedarf es keines Vogelgezwitschers, keines Sonnenunter – oder Aufgangs.

Diese Musik braucht die Stadt. Der Idealfall wäre ein mit Menschen vollgestopfter Keller oder irgendeine andere Location mit einer von Gras und Zigarrettenqualm übersättigten Luft und niedrigen Decken und sehr wenig Licht. Oder man hört die Musik, wenn man allein auf dem Weg nach hause unterwegs ist. Leere Straßen, die Imbisse haben zu und die Bäcker noch nicht wieder auf. Völlig übermüdet unter dem Eindruck der Ereignisse mit anderen Verpeilten im öffentlichen Personennahverkehr sitzen und Schwierigkeiten haben die Augen offen zu halten, das sind die richtigen Voraussetzungen für diese Musik. Das Zurücksinken in die Vereinzelung nach dem Exzess, nach dem rauschhaften Ausbruch der atomisierten Einzelnen. Dupstep ist meiner Meinung nach der perfekte Soundtrack für die Bilderwelten im Kopf nach einer solchen Nacht. Sehr gut Überprüfen kann man dieses mit dem neuen Burial Album Untrue.

ma wat anhören?

Gestern Abend hätte an dieser Stelle die Online Ausgabe vom Stadtmagazin 0381 gelauncht werden sollen. Seit Tagen lief die angezeigte Uhr rückwärts und der Zeitpunkt rückte immer näher.

Nun stellt sich vielleicht die Frage, warum ein Projekt von Interesse sein soll, was ganz unspektakulär mit Stadt- und Kulturmagazin untertitelt ist? Die Antwort ist ganz einfach: Es gibt derzeit kein adäquates Onlineangebot um sich umfassend über anstehende Termine und gelaufene Veranstaltungen zu informieren. Der ganze Rattenschwanz von Community Bereich, Forum, Partybildern und Persönlichen Nachrichten ohne großen Belang ist dabei natürlich auch mitgedacht. Ein solches Angebot stellte bisher die KTV Zone da. Auf ktv-zone.de kann man sich noch das Museum anschauen.

Auch das zwischenzeitlich gelaunchte Projekt Lindenpark.tv konnte nicht überzeugen weil zwar alles relativ schick designt war, den Machern aber schnell die Puste ausging und der Seite damit der Content fehlte.

Nun wurde von Kollege Go!Fidelity – seines Zeichens Ex Schreiber bei der ktv-zone – die Hoffnung geschürt das 0381 die Lücke schließen könnte.

Seit Gestern Abend wird allerdings der Veröffentlichungszeitraum immer wieder nach hinten verlegt. Zunächst wurde der angezeigte Termin von 20 auf 23 Uhr verschoben. Dann wurde die angezeigte Uhr erstmal in kleinen Schritten zurückgedreht. Gegen 23.15 Uhr war die Einstellung der so verändert worden das die Seite nur noch knapp fünf Minuten bräuchte. Der Zähler beginnt allerdings immer wieder um 1 Minute zurückzuspringen wenn die Anzeige genau auf 5 Minuten steht. Das ganze Spektakel wurde von Go!Fidelity mit großer Aufmerksamkeit durch Livebloggen begleitet und kann auf goifidelity.wordpress.com nachgelesen werden.