Burial – Untrue
November 14, 2007

Das schlimmste Ambiente, dass ich für ein Dubstep Set bisher erlebt habe, war auf einem Open Air in der Nähe von Wismar. Mitten in der Natur und mit Blick auf die, hinter der Insel Poel, untergehende Sonne hatte diese Musik überhaupt keine Chance ihre Wirkung zu entfalten. Für diese düstere Musik, die voller Verweise an andere urbane Stile steckt, bedarf es keines Vogelgezwitschers, keines Sonnenunter – oder Aufgangs.
Diese Musik braucht die Stadt. Der Idealfall wäre ein mit Menschen vollgestopfter Keller oder irgendeine andere Location mit einer von Gras und Zigarrettenqualm übersättigten Luft und niedrigen Decken und sehr wenig Licht. Oder man hört die Musik, wenn man allein auf dem Weg nach hause unterwegs ist. Leere Straßen, die Imbisse haben zu und die Bäcker noch nicht wieder auf. Völlig übermüdet unter dem Eindruck der Ereignisse mit anderen Verpeilten im öffentlichen Personennahverkehr sitzen und Schwierigkeiten haben die Augen offen zu halten, das sind die richtigen Voraussetzungen für diese Musik. Das Zurücksinken in die Vereinzelung nach dem Exzess, nach dem rauschhaften Ausbruch der atomisierten Einzelnen. Dupstep ist meiner Meinung nach der perfekte Soundtrack für die Bilderwelten im Kopf nach einer solchen Nacht. Sehr gut Überprüfen kann man dieses mit dem neuen Burial Album Untrue.
ma wat anhören?
das album ist der ubershit – läuft hoch und runter
ja, is ganz schön gut. mich wundert allerdinsg, dass sich außer dir kaum jemand dafür interessiert. Den Googlebots isses scheinbar völlig Latte. Oder, niemand googlet danach. Kann ich mir aber nicht vorstellen.
ich weiss halt schon vorher was gut is
also in meinem umkreis interessiert es jeden, aber der is dann nat auch wieder nicht so riesig. schade für burial.