Nochmal Schreiben über Pop

Februar 27, 2008

In der Zeit wird sich derzeit an einem Skandal hochgezogen, der dadurch entstand, dass ein Schreiber der Maxim auf reiner Mutmaßung beruhend ein Album der Band Black Crowes rezensierte.

“Dass ausgerechnet ein Busenmagazin diese Diskussion anstößt, offenbart, wie lächerlich stümperhaft in den niederen Regionen der Musikkritik gearbeitet wird.”

Der ganze zweite Teil des Artikels ist eine Anklage an die Musikindustrie, die ihrerseits immer öfter nur noch häppchenweise Teile der Neuveröffentlichungen zu Rezensionen zur Verfügung stellt. Am Ende steht dann der oben zitierte Satz.

An diesem Satz stört mich ganz massiv, dass er eines unterschlägt und das sind die Fragen ob man überhaupt objektiv über Musik schreiben kann und wenn ja, ob das unbedingt der interessanteste Zugang ist. Da kommt bei mir ganz plötzlich zum einen die Abneigung gegen objektive Verhandelung von Musik und zum anderen die Fanzine-Vergangenheit hoch. Fanzines, insbesondere Punk und HC Fanzines haben gezeigt, dass eine radikal subjektive Perspektive auf Musik manchmal einfach lesenswerter ist, als die Unzahl von gescheiterten Versuchen, objektiv zu schreiben und Interesse für ein Album zu wecken.

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