You Need Stubnitz Not Diskos – Miss Massive Snowflake
April 4, 2008

Gestern abend bin ich durch Zufall auf eine Veranstaltung aus der You Need Friends Not Diskos – Reihe geraten. Ein Kumpel schaute aus der Messe der MS Stubnitz und ganz schnell waren es drei Köpfe, die sich aus dem Fenster streckten. Nach kurzer Überlegeung war ich überzeugt und der geplante Spaziergang zugunsten eines Besuchs auf dem Schiff gecancelt. Da ich sonst nur im Rahmen der You Need 3000° Parties im JAZ als Gast auf YNFND Veranstaltungen war überraschte zunächst die Deko, denn das Bardeck, auf dem sich alles abspielte , war schwerstens auf gemütlich dekoriert. Doch ein noch viel krasseren Kontrast zu den üblichen Stubnitzparties und dem Ambiente des Schiffs an sich stellte die Musik bzw. der Auftritt von Miss Massive Snowflake dar. Insgesamt waren nur wenig Menschen anwesend, so dass die Atmosphäre zunächst sehr intim war und so der Auftritt eine besondere Intensität erzeugte. Während des Konzerts schoß mir dann die Frage in den Kopf, warum mich das jetzt alles so überrascht und vielleicht auch ein wenig befremdete. Musikalisch kamen mir an einigen Stellen Assoziationen zu Xiu Xiu, die ich immerhin sehr gerne mag. Eine mögliche Antwort war, dass ich immer noch und vor allem in Bezug auf mein “Ausgehverhalten” an proletarischen Subkulturen orientiert bin. Die Fortsetzung von Oi! mit anderen Mitteln. Vielleicht war es das, vielleicht auch was anderes. Vielleicht war es auch einfach das erste Mal und es gibt (noch) keine vergleichbaren Veranstaltungen. Ein weitere Assoziation lies mich an einen bahamas-hörigen, krawall-antideutschen (nun ja wie soll man sagen) Kumpel (?) denken. In seiner Version der Hölle könnte Miss Massive Snowflake den ganzen Tag performen. Ein Mann der von zerbrechlich über gekünstelt bis hin zu theatralisch eine Menge Facetten von Ausdrucksweisen durchspielte, die diesem “Kumpel” alle samt unerträglich sind. Darüber hinaus hat Miss Massive Snowflake sich inhaltlich auch noch an den großen Klischees von Amerika abgearbeitet. Es wäre eine nette Vorstellung plumpe Antideutsche damit zu martern.
Wie bereits erwähnt war das Bardeck sehr auf größtmögliche Gemütlichkeit hin eingerichtet. So saß ich dann noch für ein paar Biere mit Freunden in den Sitzsäcken, die auf dem Boden verteilt lagen und führte nette Unterhaltungen. Dabei wurde der Plan geschmiedet am 26. April nach Hamburg zu fahren und sich Skream im Hafenklang anzuschauen.
Insgesamt wurde das nur noch mal vor die Tür gehen und sich die Beine vertreten also zu einem unverhofft guten Abend. Und vielleicht ist es auch mal Zeit den Menschen zu danken die diese Abende auf dem Schiff zu schönen machen. Danke!
ich nehm dich mal zur nächsten “Sonntags im Sitzen” mit.
oder auch ganz besonders zu empfehlen: mitte mai – antifolkabend auf der stubnitz. du wirst es nicht glauben.
von der antifolk veranstaltung habe ich bereits gehört und da musste ich auch an dich denken.
http://www.youtube.com/watch?v=KB5cQ5GlpuE ching chong song sind so toll. letztes jahr war die sängerin sturzbetrunken, hat biere auf der bühne geext und blank gezogen. hammer typin.
und musikalisch ist das eh alles genau mein ding. phoebe kreutz ist auch ganz grosses kino!
wo warst du eigentlich?