“…feiern wir eben vor der Wache und haben da unsren Spaß”

Am Freitagabend fand nach erzwungener Schließung des Gasthofs zum brüllenden Hirschs um 22.30 Uhr ein Besuch des Polizeireviers in der Ulmenstraße statt. Die Polizei reagierte aufgeregt und unsouverän. Zunächst schien man in der Dienststelle vom Schlimmsten auszugehen und war dann einigermaßen irritiert, dass es sich lediglich um eine Reclaim the (Ulmen)Street Party handelte. Also zogen es die Beamten vor, in ihrem Gebäude zu verschwinden und die Meute zu filmen. Zusätzliche Aufregung kam in die Sache, weil offenbar zeitgleich ein Angriff auf das Schild des Hansa Sponsors DKB am Ostseestadion stattfand. Dabei wurden nach Presseangaben zwei Sicherheitsleute verletzt. Die Partycrowd an der Ulmenstraße konnte den Einsatz eines Hubschraubers mit Suchscheinwerfer über dem naheliegenden Hansaviertel beobachten.

“Güstrow, Güstrow wir sind da…”

Am Samstag unternahmen dann antifaschistische Jugendliche einen erlebnisorientierten Spaziergang durch Güstrow. Waren bei der letzten Demonstrtion spontan noch 40 Nazis aufgetaucht, die mit einer Sitzblockade versuchten, die Demonstration zu behindern, so blieben die Kameraden an diesem Samstag weitgehend unsichtbar. Die Wenigen, die sich in der Stadt bewegten hatten sich überwiegend in der Nähe der Strecke von der Polizei festsetzen lassen. Nachdem die Demonstration die Nazis passiert hatte, folgten diese ihrem Platzverweis und wurden nicht wieder gesehen. Einen Redebeitrag der Demonstration kann man bei der Antifagruppe A3 nachlesen.

Bild 1


Die Demo

Bild 2

Naziluschen, die nüscht anbieten

Zu einer Weiterführung der noch jungen “Reclaim the Ulmenstreet”-Party Reihe kam es an diesem Wochenende noch nicht.

8 Antworten zu “Erlebnisorientiertes Wochenende in und um Rostock”

  1. Thorsten sagte

    Links sind nicht gesetzt; und wie unkritisch du heute mal bist ;-)

  2. Wie jetzt? Ich und unkritisch? Mir wurde am WE erzählt ich wurde noch im Vollrausch Leute mit Kommunismus nicht in Ruhe lassen. Aber, na ja. Vielleciht ist das auch nicht exakt dasselbe. ;)

  3. Bei Indymedia gibt es eine interessante Ergänzung des Artikels zum Freitag:

    Auch an diesem Abend passiert
    Rostock Is On Top 27.05.2008 – 08:41
    Wenige hundert Meter von der Ulmenstraße entfernt kam es zeitgleich zu einer anderen Aktion von Unbekannten.

    Unter anderem berichtete Endstation über den Angriff auf das Schild des Sponsors DKB am Ostseestadion. Hierbei erwies es sich als problematisch, dass Endstation Rechts einen Zusammnehang zur einer Fachtagung „Gegen Gewalt und Rassismus im Fußball“ unterstellt. Die Meldung muss letztlich als Ausdruck der Uninformiertheit der MacherInnnen über die Fanszene Rostock gelesen werden.

    Dass ausgerechnet rechtsgerichtete Fussballfans Aktionen gegen den Ausverkauf der Tradition des Ostseestadions machen, ist mehr als unwahrscheinlich. Dass die MacherInnen von Endstation Rechts regelmäßig das Fanzine “Hinter dem Zaun” lesen, ist nicht zu erwarten, insofern wäre es aber sehr zu empfehlen mal ein Konzert der Band Feine Sahne Fischfilet zu besuchen, um sich dort über die Einstellung aktiver Hansafans zu informieren (- oder einfach irgendeine eine Antifademo in MV genauer anschauen).

  4. rockstar sagte

    ob es da verbindungen gibt. vielleicht versuchten diese gewalttäter mit dieser gewitzten reclaim the streets-aktions die polizei zu verwirren und von sich ab zu lenken.
    viele fragen, keine antworten.

  5. Das spekulieren überlassen wir mal lieber den Ermttlungsbehörden. Aber, lieber Rockstar dein Spamfilter schluckt immer meine Kommentare.

  6. Wendy sagte

    Indy-Links setzen ist unfair!

  7. @wendy

    Da hab ich keinen Einfluß drauf. :P Außerdem gibt es bei WordPress, glaube ich, keine (oder nicht so übersichtliche) Charts wie beim Planet Blogsport.

  8. [...] besserscheitern berichtet bereits anfang der woche von seinem letzten wochenende und scheinbar dreht sich die welt gerade im kreise. wie auf “links-lang” nachzulesen ist, gab es gestern erneut eine diesmal dem anlass völlig unangemessen brutal aufgelöste “reclaim the street”-party vor einem polizeirevier in ”warnow beach city”. leider, so lässt es sich aus der kommentarspalte von indymedia entnehmen scheinen einige menschen den durchaus ernsten hintergund der freitäglichen “reclaim the street”-parties nicht verstehen zu wollen. wie auf dem blog (hier) des “awiro”, dem träger vom “cafe median” zu lesen ist, scheinen die nutzer_innen derzeit sehr viel stress mit den behörden und der polizei zu haben. [...]

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