Die Geschäftsführung des Rostocker Naziladens East Coast Corner ist von den beiden Hamburger Kadern Thorsten de Vries und Thorben Klebe an den Warnemünder NPD Landtagsabgeordneten Birger Lüssow übergeben worden. Damit einher ging eine Umbenennung des Ladens in “Dickkoepp”. Dieser neue Namen scheint auf den ersten Blick sehr viel folgerichtiger, als das so oft bei Altermedia kritisierte “Ostküsteneckchen”. Der Bezug auf lokale Mundarten und mecklenburgische Behäbigkeit ist aber hinsichtlich der Authentizität deshalb nicht unproblematischer für die Nazis. Gerade ein Blick auf die bei Endstation Rechts vorliegenden Videos über Birger Lüssow zeigt, dass die Namenswahl unfreiwillig ehrlich geraten ist. Denn Birger Lüssow ist, wie es im Mecklenburgischen heisst, enfach nich een bätten plietsch, kanns ock säcken: hei is dümming.

Ein schlichtes Gemüt zu haben, ist selbstverständlich kein Verbrechen, nur damit da jetzt kein falscher Eindruck entsteht. Aber weiterhin bemerkenswert bleibt, was die Nazis in der KTV für Kader an die Front stellen um die “Machtfrage” (de Vries) für sich zu entscheiden. Wo de Vries im Internet mit brutalst möglichem Analphabetismus und live mit seiner cholerischen Art so manchen Tag rettete ist der Birger einfach ein bisschen langsam.

Ein Beispiel Birger Lüssow versucht im Landtag … nun ja irgendwas zu sagen

Ein weiterer Höhepunkt des parlamentarischen Wirkens von Birger Lüssow

Und zum Dritten Lüssow als der große Agitator vor Schülern in Sanitz

Um nochmal zu beweisen das Besserscheitern die Sprache der Ureinwohner auch versteht, vielleicht noch dieses zum Schluß:

Nu kann dat nur heten, immer weder weter to moken, bis de Nazis in ihrn Ladn bangbüxig wern un all tosommen utkniepen! Un immer so wietst bis hin to’n Kommunismus!

8 Antworten zu “Naziladen East Coast Corner wird zu “Dickkoepp” – Zur Person des neuen Geschäftsführers Birger Lüssow”

  1. rave on sagte

    Offensichtlich waren die ehemaligen Besitzer mit der Situation um den Laden etwas überfordert. Jetzt wird bei Altermedia rumgeheult:

    “Friese Hamburg // Jun 3, 2008 at 10:18

    Eigentlich wollten wir den Laden zum 31 Mai ganz schliessen[...]Für uns sind sowohl die ständige Fahrerrei von Hamburg nach Rostock als auch der Standort KTV (den wir nicht absichtlich gewählt haben und vor dem uns auch keine Rostocker Kamerad gewarnt haben ) zu einer zu grossen persönlichen Belastung geworden[...]

    Für den ehemaligen E.C.C Rostock
    Thorsten de Vries (Hamburg)”

    hxxp://de.altermedia.info/general/east-coast-corner-dicht-020608_14506.html#comments

  2. ich sagte

    Die Videos sind nicht verfügbar. Gibts die wo anders?

  3. Die gibts immer noch bei der Endstation Rechts:

    http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_seyret&Itemid=325

    oder

    http://de.youtube.com/user/EndstationRechts

    Offenbar hat man dort ein Problem, wenn Brodkorbs Alleinvertretungsanspruch bzw. seine Kompentenz die Verhältnisse vor Ort zu bewerten infrage gestellt werden. (Wie kürzlich hier auf dem Blog geschehen.) Albern, aber was solls.

  4. F.M. sagte

    “Offenbar hat man dort ein Problem, wenn Brodkorbs Alleinvertretungsanspruch bzw. seine Kompentenz die Verhältnisse vor Ort zu bewerten infrage gestellt werden.”

    Die Sache interessiert mich… Gibt es dazu einen Link für faule?

  5. Na ja, hab mal genauer auf den YoutubeAccount geschauht und dort hat sich seit einer Woche niemand mehr eingeloggt. Die haben also scheinbar nicht den Link verändert, was ja nichts unübliches ist bei ungefragt eingebundenen Videos. Keine Ahnung wie es sonst dazu kommen kann, dass Youtubevideos nicht mehr funktionieren. Perönlichkeitsrechte dürfte es nicht eingeschränkt haben denn Herr Lüssow ist eine Person der Zeitgeschichte.

    Generell fällt aber auf das ER über alles berichtet was irgendwie mit Nazis zusammen hängen könnte und dabei versucht als erste zu berichten. Im Fall des Angriffs auf die “DKB Arena” also das Ostseestadion wird allein dadurch, dass ER darüber berichtet ein Zusammenhang von aktiver Fanszene und Nazis unterstellt. Dass dies so nicht der Fall sein kann, wird deutlich wenn man sich mal mit dem Ultra Spektrum in Rostock befasst oder mit offenen Augen durch die Straßen geht. Ein Beispiel: Ich bin vor einigen Tagen durch die Unterführung von Lütten Klein nach Groß Klein geganen und auf den Laternenpfählen hingen sehr viele verschiedene Aufkleber der Autonomen Nationalisten und über jeden, der nicht komplett abgerissen werden konnte, wurde ein Hansa-Aufkleber drübergeklebt. In diesem sehr konkreten Fall kann ich sagen, dass ER die Ereignisse am Ostseestadion falsch gedeutet hat bzw. eine falsche Deutung anbietet.

    Hier ein Link: http://besserscheitern.wordpress.com/2008/05/26/erlebnisorientiertes-wochenende-in-und-um-rostock/

  6. F.M. sagte

    Danke für die Erläuterung. Im Rostocker Nordosten konnte ich i.Ü. auch schon ähnlich erfreuliche Phänomene beobachten (mit Hansa Aufklebern überklebte NPD- bzw. “Autonome”-Nationalisten- Aufkleber).

    Ich hatte in Bezug auf die Anspielung (”Wie kürzlich hier auf dem Blog geschehen.”) aber halt die leise Hoffnung gepflegt, dass sich mal wer kritisch mit “Provokation als Prinzip” auseinandergesetzt hätte… Deshalb meine interessierte Nachfrage.

  7. Daran hätte ich auch ein Interesse. Hab bloss noch kein Exemplar.

  8. @ f.m.: ich glaube das buch bedarf nicht allzu vieler worte. die texte sind um grössten teil aus anderen büchern/ quellen “recycled”, sprich für menschen, die sich bereits ein wenig mit nazis in mv beschäftigt haben oder beschäftigen ohne neuigkeiten. dazu kommen texte zum thema: “demokratieförderung” und die brodkorb’sche “neue rechte-theorie” … mein fazit – es passt sich hervorragend in die bereits von besserscheitern kritisierte vorgehensweise von “endstation rechts” ein und wenn mensch sich als “der” experte auf dem gebiet “rechtsextremismus in mv” etablieren möchte, dann ist eine publikation wie diese mehr als pflicht. ansonsten ist das buch eine nette kostenlose zitatequelle für andere gruppen.

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