„…und natürlich kann geschossen werden.“
September 26, 2008
Ich habe gestern den Baader-Meinhof Komplex gesehen und würde im Großen und Ganzen der Besprechung in der Jungle World zustimmen. Mit ziemlich brachialen Szenen zum 2. Juni wird das innere Erregungsniveau der Zuschauenden hochgefahren (oder anders gesagt man lernt wofür „ACAB“ steht) Den Rest des Beitrags lesen »
Jugend forscht (wieder)
September 25, 2008

In dieser Woche hat sich die Arbeitsgemeinschaft Junge Sozialforscher zu einer ersten ordentlichen Sitzung versammelt und über das bevorstehende Forschungsprogramm beraten. Als ein Schwerpunkt zeichnete sich die weiterzuführende Untersuchung von Subjektkonstitution unter den Bedingungen von paradoxaler-kapitalistischer Modernisierung ab. Das bedeutet das u.a. die wachsende Bedeutung von Peer Groups und Subkulturen für die Sozialisation junger Menschen beforscht werden sollen. Mit Blick auf das morgige Fußballspiel zwischen dem FC Hansa Rostock und dem FC St. Pauli wurden bereits entsprechende Forschungsaufträge vergeben.
Wieder einmal wird mit den Methoden der teilnehmenden Beobachtung einer Wahrnehmungsweise von Rostocker Jugendlichen nachgespürt, die sich prägnant in dem Satz ausdrückte: „Wie trist muss diese Stadt sein, dass sich die Leute dort nur mit Gewalt, Fußball und Fußballgewalt beschäftigen können?“
Das sich das Feld der Forschung bisweilen sehr schnell verändert zeigt sich deutlich an dem Umstand das bereits vorab im Hansa Viertel eine Auseinandersetzung um Fußball-Graffiti entbrannt ist, nachdem St. Paulianer Suptras-Schriftzüge übersprüht und eigene Tags hinterlassen hatten.
Heimatkunde
September 23, 2008
Ruhe vor dem Sturm
September 22, 2008
Wahrheiten
September 18, 2008
„Das ST ist die 5 Minuten Terrine des Rostocker Nachtlebens.“ – Roci, gestern am Tresen des Lachenden Stalin
Awiro und Median müssen bleiben
September 16, 2008
Aus aktuellem Anlass:
Für den Erhalt von selbstverwalteter Jugendarbeit in Rostock!
Wir kämpfen hier für den Erhalt des Awiro e.V.. Der Verein ist Träger der Jugendbegegnungstätte Café Median in der Kröpeliner Tor Vorstadt. In den Räumen des Vereins befinden sich des weiteren ein selbstorganisierter Infoladen, günstige Proberäume, eine Fahrrad- sowie eine Holzwerkstatt. Das Auslaufen der Förderung würde die gesamte Arbeit des Vereins zum Erliegen bringen. In seiner heutigen Sitzung wird der Jugendhilfeausschuss über die Förderung für Träger der Jugendarbeit entscheiden.
Seit Ausbau der beiden Projekthäuser in Eigenregie, macht der Verein Alternatives Wohnen in Rostock (Awiro) seit knapp 10 Jahren Jugendarbeit in Rostock in Selbstverwaltung. Die Arbeit des Vereins wird seit jeher von den Mitgliedern in ehrenamtlichem Engagement geleistet.
Die Höhe der alljährlichen Fördersumme des Awiros beträgt die Hälfte der Kosten einer Stelle einer einzigen pädagogischen Fachkraft in einem Jahr! Die Kosten, die der Stadt durch die Förderung des Vereins entstehen, sind also gemessen am Gesamtetat der Jugendhilfe verschwindend gering. Für uns sind diese Gelder jedoch existenziell!
Awiro stellt unkommerzielle Angebote von Jugendlichen für Jugendliche im Bereich einer durchgentrifizierten Innenstadt. Das heißt, dass der Verein kostenlos Raum und Möglichkeiten zur Verfügung stellt, um Freizeit konstruktiv zu gestalten. Ohne dieses Angebot müssten Jugendliche eine Menge Geld bezahlen, um am öffentlichen Leben im Bereich der Innenstadt und der KTV teilzuhaben. Der Awiro richtet sich daher an Adressaten, die nicht über die Möglichkeiten verfügen, viel Geld in ihre Freizeitgestaltung zu investieren.
Mit dem Auslaufen der Förderung des Awiro e.V. würde die selbstverwaltete Jugendarbeit, die das Ziel der Jugendarbeit ist, in der Kröpeliner Tor Vorstadt wegbrechen. Gleichzeitig wird mit Geldern der Landtagsfraktion der NPD im Viertel ein Anlaufpunkt und eine Organisationszentrale der extremen Rechten unterhalten. Anschläge auf das Büro des Bundestagsabgeordneten Kleiminger (SPD) und die Räumlichkeiten des Awiro, sowie die wiederholten Schmiererein am Post-Gebäude hier am Neuen Markt anlässlich des Christopher Street Day und des Todestags von Rudolf Hess in diesem Sommer unterstreichen die Gefahr, die von den Räumlichkeiten der NPD in der Doberaner Straße ausgehen. Der Awiro unterstützt mit seiner Jugendarbeit aktiv den Kampf gegen den Rechtsextremismus in Rostock, da er basisdemokratische Entscheidungsstrukturen hat. Er bietet jungen Menschen die Möglichkeit, an demokratischen Prozessen und selbstbestimmter unkommerzieller Freizeit teilzuhaben. Die 80 – 100 Jugendlichen, die von der Arbeit des Vereins profitieren und in diesem partizipieren, wird die Möglichkeit gegeben eigene Projekte zu entwickeln und zu initiieren.
Wir fordern die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses auf, die Förderung des Vereins Awiro weiterzuführen.
Wir kämpfen um den Erhalt selbstverwalteter Jugendarbeit in Rostock.
Awiro e.V. und Café Median müssen bleiben!
Schönes Ding!
September 11, 2008
Johnny got a gun
September 11, 2008
Ich hab gestern abend mal den Film gesehen der Metallicas One inspirierte. Sehr beklemmend:
Seine anfängliche Freude, noch am Leben zu sein, wandelt sich bald in Verzweiflung, als er bemerkt, dass ihm Arme und Beine amputiert wurden. In den folgenden Wochen und Monaten wird Joe nach und nach bewusst, dass er mit Ohren, Augen, Nase und Mund sämtliche Sinnesorgane außer der Haut verloren hat.
Freiraum-Soziologie
September 9, 2008

Pissoir in der Niklotstreet, 2008
„Jeder typische Raum wird durch typische gesellschaftliche Verhältnisse zustande gebracht, die sich ohne die störende Dazwischenkunft des Bewusstseins in ihm ausdrücken. Alles vom Bewusstsein Verleugnete, alles, was sonst geflissentlich übersehen wird, ist an seinem Aufbau beteiligt. Die Raumbilder sind die Träume der Gesellschaft. Wo immer die Hieroglyphe irgendeines Raumbilds entziffert ist, dort bietet sich der Grund der sozialen Wirklichkeit dar.“ Siegfried Kracauer, 1929
Bau keine Scheiße mit Bier!
September 8, 2008
Vielleicht ist es sogar noch zu früh um über das neue Deichkind Video zu schreiben denn bei Youtube ist es derzeit noch nicht (wieder) aufrufbar. Ich hab es aber gestern bei der Crisco Connection gesehen und war einigermaßen angewidert. Das lag nicht daran dass Deichkind so unwahrscheinlich scheiße sind oder die Botschaft „Arbeit Nervt“ mich abstoßen würde. Der Ekel lag in der Art begründet wie in dem Video mit Bier umgegangen wird, denn dieses wird massenhaft verschüttet und verspritzt. Ich kann dem Anblick von fliegendem Bier oder hochschäumendem Flüssigkeitsstrahlen wie etwa in der Warsteinerwerbung nun aber überhaupt nichts abgewinnen. Oi!
Hier nochmal das Lied um dessen Video es geht: