Mein Friedensangebot an die GSP Blogger
Oktober 30, 2008
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Ja, ich müsste bei der Thamzing Sitzung mit Väterchen Administrator gestehen, dass ich weich geworden bin und mich die Argumentpest erwischt hat. Deshalb will ich mich nun bei den GSP Bloggern einschleimen. Hier also etwas Reverse Totalitarismustheorie mit Slime:
Jetzt schnell eine kulturwissenschaftliche Wende …
Oktober 29, 2008
Dauernd geht es hier bei Besserscheitern nur noch um Nazis, Gewalt, Fussballgewalt, Kommunismus und Demokratie und so Zeugs … und alles immer angeblich im Sinne der Wissenschaft. Dabei haben wir doch immer noch alte Kulturindustrie da draußen auf der Straße und auch direkt hier vor deinen Augen. Die wollen wir auch nicht so achtlos unter den Tiosch fallen lassen. – Na gut! Zugegeben, das geht gar nicht. Hier aber dennoch ein Tip für Feierei demnächst, denn bald ist ja wieder ein neuer Monat und alle haben wenigstens kurzzeitig wieder etwas Geld.

Messerschmidt und Pasternack machen, neben German Lachs (feinkost rostock , 3000°) und TILL von SEIN (morris audio) in der Tube Box im Kulturkosmos einen ihrer rahen Auftritte, während die Landjugend von MV nebenan in der Datscha zu dieser Musik zappelt:
> Maru & Comix pocketgame
> KOMBINAT100 …live acker records
> Molle aka Mollono.Bass 3000°
> JENS ZIMMERMANN snork enterprises, treibstoff
> Sandro Schäufler 3000°
Und ja! Das Nachtleben in Rostock ist derart verödet, dass ich im Ernst empfehle, wie die restliche Landjugend nachts auf der Straße zu liegen, um zu einer guten Feierei zu gelangen.
Ob es reicht Finanzmärkte entwaffnen zu wollen und was es sonst noch mit dem Schweinesystem auf sich hat, kann sicherlich heute abend in Rostock in der Ulmenstraße 69, Raum 023 beim Marx Lesekreis herausgefunden werden. Oi!
P.S.: Nochmal Politik
Hab ich erst spät gefunden, finde ich aber dennoch geil:

Die Welt ist sehr einfach von St. Pauli aus gesehen – Mein Kommentar zu Martin Schulz in der Jungle World
Oktober 25, 2008
Lieber Martin Schulz,
Ich gratuliere dir herzlich dazu dass du eine Zeitung gefunden hast, die sich nicht zu blöd war deinen Schwachsinn abzudrucken!
Schauen wir uns mal an was du da fabriziert hast: Gefühlte 100 Jahre Hooliganismus hast also aus den Ecken kriechen gesehen? Du hast ein Problem damit gehabt, dass die Polizei nicht genug dreinschlägt, nicht genug Leute ausgesperrt werden und die Disziplinierung in den Stadien nicht funktioniert? Du warst so wütend, dass du dir denn Schaum vom Mund wegschreiben musstest und hast dafür fast einen ganzen Monat benötigt? Du konntest in diesem Monat zwar lesen, dass es neben deiner Wahrnehmung auch deutlich andere Wahrnehmungen gibt, aber dein Weltbild hast du dir davon nicht zerstören lassen. Braver Junge! Sich selbst treu bleiben, nennt man das wohl.
Hast du wenigstens in der Zwischenzeit auch nur einen Gedanken daran verschwendet, was du da verbockt hast?
Dein sogenannter Artikel ist nicht nur journalistisch äußerst schlecht (Shame on you Jungle World!), sondern auch ein Schlag ins Gesicht für alle, die den angeblich „in den meisten Stadien“ (in welchen eigentlich?) existierenden antirassistischen Konsens tatsächlich aktiv erkämpfen wollen. Es ist schön für dich, dass du in deiner heilen St. Pauli Wohlfühlwelt ganz straight antifaschistisch agieren kannst. Vor allem ist es schön für dich, dass du dafür aber auch gar nichts riskieren musst. Außerhalb des St. Pauli Kosmos gibt es aber auch noch eine Welt und die ist nicht so übersichtlich.
Was glaubst du denn wohin all die Nazipenner aus den 90ern verschwunden sein sollen und warum sollten sie das überhaupt? Es ist sehr harte, kontinuierliche Arbeit mit kleinen, bescheidenen aber kontinuierlichen Fortschritten i m Ostseestadion ein anderes Klima herbeizuführen, dass nicht durch rassistische Gesänge geprägt ist. Allen Leuten die sich in den vergangenen Jahren den Arsch aufgerissen haben, allen diesen Leute spuckst du ins Gesicht. Vielleicht setzt du einfach mal die 50 Nazis von der Glaswand ins Verhältnis zu dem was in den 90ern lief und vielleicht vergleichst du mal was vor einigen Jahren noch aus dem Block der aktiven Fanszene an Aktionen kam und was dort heute nicht mehr kommt. Darüber hinaus ist es ziemlich krass, was du so unter der Hand an Forderungen an Polizei und Ordnerdienst durchblicken lässt. Da fehlt eigentlich nur noch dass du mehr Stadionverbote forderst. Zuzutrauen ist es dir mit deinem „Beitrag“.
Was war noch? Ach ja am Ende dichtest du dein Geschmiere noch mit dem Ossi-Wessi Argument ab, um jede Kritik als Jammer-Ossitum abwatschen zu können. Daumen hoch! Mir ist der ganze „Asoziale Wessis“ -Quatsch zuwider und ich bin Individuum genug zu entscheiden was ich mitmache und was nicht. Du scheinst allerdings nicht von liebgewonnen Klischee des wilden Fußballossis lassen zu wollen. Wenn du nur Vorurteile im Kopf hast, sollte das eigentlich nicht mein Problem sein. Wenn du daraus aber einen Zeitungsartikel machst, dann wird es auch meins.
Sicherlich kommen immer Nazis, wenn St. Pauli irgendwo spielt und natürlich sind die scheiße und gehören bekämpft, aber dein arrogantes Gewichse verändert hier vor Ort gar nichts. Zumindest nichts zum Guten.
A Propos Besserscheitern als „Fan“: Mein erster Stadionbesuch vor wenigen Wochen (!)
Sorry, nochmal GSP-Zeugs…
Oktober 23, 2008

Väterchen Administrator aka the best Stalin ever schreibt:
Besserscheitern sagt: Das Schweigen der Argumentfetischisten sagt manchmal mehr als tausend Worte.
Aus dem Chinesischen: Die Geschichte des Kommunismus ist eine Geschichte des Rasierens:
Immer weitere Kreise zieht er der Einfluß des GSP in der linken Blogosphäre. Der Habitus seiner Bloggenden Anhänger zeichnet sich vor allem durch die immer gleichen regelmäßig wiederkehrenden Vorwürfe der Argumentfreiheit, des Moralisierens und nicht zuletzt der Staatsaffirmation aus. Was vielleicht an Publikationen des GSP noch interessant und bedenkenswert ist, gerät bei den Blogsportlichen JüngerInnen irgendwann zur nervigen Besserwissergeste. Den Rest des Beitrags lesen »
Einmal mehr zum Thema Rostock bloggt:
Oktober 20, 2008

Wenn du geboren bist, ist ohnehin alles zu spät. - Dieses Zitat von Beckett im Header macht die Sache schon mal sehr sympathisch. Ansonsten geht es bei Streifschuss zunächst mal viel um Studiererei, aber wie hieß es neulich sinngemäß bei 1+1=3? „Wir werden nicht als Studenten geboren, wir werden dazu gemacht.“ Wie das geschieht kann man bei Streifschuss ab sofort lesen.
Ein weiteres, kürzlich auch mir bekanntgewordenes Blog ist das Steinpflaster Blog. Auch hier gibt es eine schöne Headerzeile: „Geliebt wirst du einzig wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren“ aus T.W. Adornos Aphorismensammlung Minima Moralia.
Da dies hier ohnehin schon stark lokal ist noch die Frage: Wer bastelt mal ein Blogaggregierungsapparat für Rostock? – Gibt mehr Klicks für alle und wie sagte einst Lysis? „Traffic stinkt nicht!“
Most Of All
Oktober 20, 2008
Vor einem Jahr machte mir der Umstand kein Geld zu haben erheblich zu schaffen. In meiner Verzweifelung an Geld zu kommen, ohne mich körperlich anzustrengen, war ich sogar bereit, auf ein Transkriptions-Jobangebot an der Uni einzusteigen.
Nun, ein Jahr später habe ich noch viel weniger Geld. Irgendwie ist trotzdem gerade alles schön und sehr schön anzuhören ist auch dies!

Das heißt aber nicht das ich nun meine eigenen prekären Lebensbedingungen lieben gelernt habe. Und mit Euphemismen und Bla Bla abgespeist und dennoch abgezockt werden, ist auch weiterhin nicht cool.
P.S.: Warum soviel Gewese um einen kleinen Link? Ihr liebe Lesende seid doch selber schuld! Alles Bloggen – samt der notwendigen Kritik daran – ist Müll, also erwartet nicht, gut unterhalten zu werden. Und außerdem ist die Soundqualität beim Bastel Video zu Morgan Geists Most of All bei Youtube so schlecht, dass eben ein Link zu Hypemachine her musste.
Kellerleiche zum Wochenende
Oktober 17, 2008
Hirnzellen killen, Taschengeld vertrinken, Nasenscheidewände wegdonnern, Kiefer ausrenken, beim Tanzen umfallen, die Würde verlieren – Das kann alles Spaß machen. Zuviel davon ist aber irgendwann nicht mehr so spaßig.
In den letzten Tagen spukt ein gedanke durch meinen Kopf. Angesichts eines antsehenden krassen Selbstbeherrschungs-Semesters stellte ohnehin sich die Frage „Was tun zum Ausgleich?“. Der spukende Gedanke dreht sich darum mal wieder raus in die Natur zu gehen – und Achtung! – zu wandern. Nicht nur ich denke dabei vermutlich auch sopfort an Rentner. Aber: Mir macht sowas auch Spaß und ich würde gerne mal wieder raus.
Passend dazu gibts jetzt tolle Musik von Pantha du Prince und ein absolutes Natur-Kitsch Video:
P.S.: Den sog. Ernst der Lage kann man schon an der zittrigen Hand ablesen, mit der dieser Beitrag zusammengeklatscht wurde.
Für immer Punk?
Oktober 13, 2008
Droht der Straight Edge – Aussteiger Besser S. erneut zu kippen?

Propaganda Plakat des Saufproleten ZK
Vor einigen Jahren wurde der in die Krise geratene Abstinenzler B.S. von der Organisation „Exen!“ aus den Fängen der Straight Edge Bewegung befreit. Nun gibt es Anzeichen wonach S. wieder in Richtung Nüchternheit und Selbstzurichtung tendiert. Gegenüber Genossinnen und Genossen war er in der Vergangenheit bereits durch Querfront-Aussagen wie der, dass der Pfefferminzlikör nur das Opium des Volkes sei, aufgefallen. Vor kurzem soll er sich dann der Genossin Rosa L. anvertraut haben. Er bezog sich ihr gegenüber auf eine Bildbeschreibung, des von ihm hochgeschätzten Walter B. und dessen Wind, welcher den rückwärts torkelnden Engel der Geschichte davon treibe. „Das was wir Ausnüchterung nennen, ist dieser Wind“ soll Besser S. gesagt haben. Enge Vertraute machten sich Sorgen um die starken Erlösungsmotive im Denken von B.S.. Offensichtlich droht bei ihm ein Rückfall hinter die Entfremdungskritik von Knochenfabrik, wonach das Individuum im Spätkapitalismus nur ein Statist in einem Film, der ständig reißt, sei. Den Rest des Beitrags lesen »