Gestern abend…

Januar 31, 2009

…hat mir jemand erzählt, dass er ziemlich von Coer de Pirate beeindruckt war, nachdem er einem Link von diesem Blog gefolgt war. Ich finde C’était salement romantique auch ziemlich schön, musste aber gestern eingestehen, dass ich nicht viel zu dieser Musik sagen kann, weil ich davon keine Ahnung habe. Es stellte sich raus, dass mein Gesprächspartner aber umso mehr Ahnung hatte, weil er selbst 10 Jahre gespielt hat.

Hier nun zwei ältere Videos von Amanda Rogers, live im Conne Island. Das ist nämlich die einzige in meiner Plattensammlung, die da ungefähr in die selbe Richtung passt.

Teil 1

Teil 2

So, nun bin ich auch schon richtig auf die hier und ihr Konzert heute abend eingestimmt. :P

Als Jugendkulturforscher mit Ambitionen zur Freiraum-Soziologie ist man immer wieder mit subkulturellen Codes konfrontiert. Um die beforschten Subkulturen richtig verstehen zu können, wollen diese Zeichen richtig gedeutet sein.
Immer wieder ist die Jugendkulturforschung dabei mit dem Code „A.C.A.B.“ konfrontiert- zumal in Rostock, wo man gefühlt alle drei Minuten an einem solchen Schriftzug vorbeiläuft. Um nun die Zeichen richtig zu lesen, bedarf es bisweilen der professionellen Hilfe anderer Disziplinen, wie an dem Beispiel A.C.A.B. verdeutlicht werden kann. Denn hierbei handelt es sich keineswegs, wie gemeinhin angenommen wird, nur um eine simple Beschimpfung von Polizeibeamten, sondern um ein quantorenlogisches Schema. Dieses dient zur summarischen Bezugnahme auf alle möglichen Personen, von denen dann gesagt wird, dass sie, wenn sie Bullen sind, Bastarde sind.

Die linke Szene von MV debattierte in der Vergangenheit bereits die Eignung des Codes für ihre Zwecke. Manche finden bspw. den formulierten Geltungsanspruch zu umfassend, um wahr zu sein. Ein anderes Problem ist, dass sich Anhänger von Subkulturen des öfteren Strafverfahren einhandeln, weil Beamte sich persönlich beleidigt fühlen. Dies geschieht, wie uns die Logik zeigen kann, völlig zu Unrecht.
Wichtig ist in ihrem Sinne nicht, zu welcher ontologischen Kategorie das gehört, worauf das Wort „alle“ summarisch Bezug nimmt, wichtig ist einzig und allein, dass es sich auf eine Gesamtheit bezieht, zu der wenigstens eine (wie auch immer geartete) Entität gehört. Sie nennt diese Gesamtheit dessen, worauf das Wort „alle“ summarisch Bezug nimmt, den Redebereich, engl. universe of discourse. Es wäre allerdings aus logischer Sicht falsch zu glauben, dass man sich mit diesem Wort stets auf Dinge beziehen würde. Zwar suggeriert das „universe“ in „universe of discourse“, dass wir uns auf das Universum beziehen, aber ein solches, semantisches Universum kann ebensogut aus Eigenschaften oder aus Beziehungen wie aus Dingen bestehen.

Es kann, um es auf den Punkt zu bringen, bestehen, woraus es will, solange es nur etwas enthält, worauf man sich überhaupt summarisch beziehen kann. Deshalb lautet die allgemeinste Analyse unseres Beispielsatzes:

Alle Dinge aus dem Redebereich sind so beschaffen, dass sie Bastarde sind, wenn sie Bullen sind.

(Vgl. Willard Van Orman Quine: GrundzÄuge der Logik. (STW; Bd. 65.) Frankfurt 1969 u. Äo.
x22, S. 163.)

Aber nun, nachdem wir das Geheimnis von ACAB zu lüften versucht haben, zum eigentlichen Thema:

Was zur Hölle bedeutet denn nun ACBA?

Wer die richtige, oder eine plausible Antwort geben kann darf mir wie immer ein Bier ausgeben.

P.S: Prädikatenlogische Gastbeiträge zum Griechenland-Soli Paste Up „Polizisten sind Mörder“ aus der berühmt-berüchtigten Niklotstraße dürfen gerne eingesand werden.

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Januar 30, 2009

Ich hab gerade zu viel Stress für echtes Bloggen, daher gibt es hier nur Durchlaufprogramm. (via)

Oi! That’s yer lot!

Januar 23, 2009

Und so geht nun eine Woche des Youtube Bloggens dahin und auch heute steht wieder ein Video im Mittelpunkt, na ja eigentlich zwei. Morgen spielen Loikaemie im MAU Club, da heißt es dann wieder „Das erste Perry hängt noch im Schrank – Doch heute Abend da zieh ich es an – Oi! Thats yer lot“ und das nehme ich mal zum Anlass zwei Lieder zu posten. Einmal zum allseits beliebten Thema 1312:

…und dann natürlich dieser großartige Song vom letzten Album:

Grüße gehen raus an Josef S. und die Saufproleten Niklotstreet!

Sie haben skurrile Brillen und (sonst) so fragwürdige Instrumente wie ein Akkordeon, doch sie haben mich rumgekriegt. Besser gesagt, ich bekomme ihren Song Trouble No More nicht mehr aus dem Kopf. Et Voila: Dark Dark Dark aus den US of A

Für alle die zu faul sind diesen – gemessen am Gesamtwerk wirklich einfachen – Text selbst zu lesen :P oder den alten Herren mal (wieder) selber sprechen hören wollen, gibt es nun eine Lösung. Das Gespräch zwischen Helmut Becker und Theodor W. Adorno im Hessischen Rundfunk aus den 1960er Jahren ist nun bei Youtube zu hören.

Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5

Ich hatte es ja bereits vor einigen Wochen – also einem Internet-Jahrhundert – in Aussicht gestellt, hier nun mein Eindruck von der Lektüre. Den Rest des Beitrags lesen »

Hab ich gerade bei den Saalschützern gesehen und fands lustig. Sinnvollen Content gibts heut eh nich mehr von mir. Also dann: