Erziehung bei Windigkeit

November 7, 2009

Re­pres­sio­nen für alle!
Ma­chen sie mit, schwei­gen sie jetzt

Po­ten­zi­ell ver­däch­tig?!
Staat­li­che Re­pres­si­on ist nichts, wovon al­lein po­li­ti­sche Ak­ti­vis­t_in­nen be­trof­fen sind. Sie be­geg­net uns im All­tag, dort wo in­di­vi­du­el­le Rech­te be­schnit­ten wer­den. Ge­währ­leis­tet wird die to­ta­le Er­fas­sung durch Mit­tel wie der Vor­rats­da­ten­spei­che­rung, Vi­deo­über­wa­chung, Ge­sund­heits­kar­te, On­line-​Durch­su­chung und bio­me­tri­schen Per­so­nal­aus­weis und rückt zu­neh­mend in die per­sön­li­che Er­fah­rung eines jeden. Der bio­me­tri­sche Per­so­nal­aus­weis macht die flä­chen­de­cken­de er­ken­nungs­dienst­li­che Be­hand­lung der ge­sam­ten Be­völ­ke­rung mög­lich, wo­durch jeg­li­che An­ony­mi­tät weg­fällt. Somit un­ter­liegt die in­tims­te Pri­vatssphä­re dem staat­li­chen Zu­griff.
Bei­spiels­wei­se nutzt die Agen­tur für Ar­beit im Kampf gegen den ver­meint­li­chen Miss­brauch des Ar­beits­lo­sen­gel­des II Da­ta-​Mi­ning-​Tech­ni­ken und lässt sich den Zu­griff auf staat­li­che und pri­va­te Da­ten­be­stän­de geben, um die Emp­fän­ger_in­nen zu durch­leuch­ten. Statt sich der Ur­sa­chen der „so­zia­len Frage“ po­li­tisch an­zu­neh­men, wer­den be­dürf­ti­ge Men­schen durch sol­cher­lei Re­pres­sa­li­en einer wach­sen­den staat­li­chen Kon­trol­le aus­ge­setzt und ihnen wer­den grund­le­gen­den Rech­te und Frei­hei­ten be­schnit­ten.

Auch du bist eine ter­ro­ris­ti­sche Ver­ei­ni­gung… Den Rest des Beitrags lesen »

In Hamburg drehen die Antiimp-Banden mal wieder richtig am Rad und Verhindern mit Gewalt missliebige Filmvorführungen.

Via: Kritikmaximierung, B-Movies, Cosmoproletarian Solidarity

Teil II – Rostock

Auch Endstation Rechts dreht mal wieder richtig auf.

Noch mal für alle,…

Oktober 19, 2009

…die mich immer fragen, was ich denn mit diesem obskuren, ständig wiederkehrenden GSP-FanBlogger Diss ausdrücken will. Bzw. was denn an denen dran ist, dass ich mich da so aufrege.

Ich geb das mal weiter:

Liebe Interessentinnen und Interessenten!

Erfreulicherweise haben wir für die Veranstaltung „Bürgerliche Ökonomie
contra Marx: Ein Leistungsvergleich“ am 26.Oktober 2009 einen größeren
Raum organisieren können.

Die Veranstaltung findet nun in der Wirtschafts- und
Sozialwissenschaftlichen Fakultät, Ulmenstraße 69, Haus 3 – Raum 421 statt.
Der Raum – ich kenne ihn nicht – soll 40 Personen fassen.

Mit „Produktionsfaktorentheorie“ und „subjektiver Wertlehre“ gegen die Erklärung des Werts Im Kapitalismus wird Arbeit verrichtet nicht für die Herstellung nützlicher Güter, sondern für die Vermehrung von Geld. Dessen Wachstum ist der Zweck allen Produzierens. Das war Marx nicht nur eine Analyse, sondern auch eine Kritik wert. Ein Reichtum, der sein Maß im Arbeitsaufwand hat, wächst nur im Grad der Mühen, die aufs Produzieren verwandt werden. Er besteht nicht in der Leichtigkeit, mit der die arbeitende Menschheit sich die Notwendig-keiten und Genüsse des Lebens verschafft, sondern erfordert gerade das Gegenteil. Diejenige Gesellschaft ist die reichste, in der möglichst viele Leute möglichst lange arbeiten – an modernsten Maschinen mit höchster Produktivität natürlich. Nutznießer eines solchen abstrakten Reichtums können gar nicht die Arbeiter sein. Umgekehrt, sie dienen ihm mit ihrer ganzen Lebenskraft. Es ist nicht zu übersehen: Die Werte, die durch die Verausgabung von Arbeit geschaffen werden, gehören im Wesentlichen jenen, die nicht selber arbeiten, sondern andere arbeiten lassen. Das Kapital wächst, das seinen Eigentümern Gewinn, Zins oder Grundrente abwirft. Nur der Arbeiter selber wird ärmer und muss nach 150 Jahren kapitalistischen Wachstums um einen Mindestlohn betteln. Marx’ Kritik hat die moderne bürgerliche Ökonomie nicht ruhen lassen. Nicht dieser oder jener Fehler, die politische Konsequenz seiner Theorie war unerträglich. Die Volkswirt-schaftslehre versteht sich daher seit ihren Anfängen als Gegenprogramm in antikritischer Ab-sicht. Gegen die „Arbeitswertlehre“ stellt sie ihre „Theorie der Produktionsfaktoren“: Aus-beutung wird zu einem Gemeinschaftswerk dreier Kräfte, die auf den Namen Boden, Kapital und Arbeit hören und sich das Produktionsergebnis angeblich nach Maßgabe ihres nützlichen Beitrags teilen. Gegen die „objektive Wertlehre“ entwirft sie eine „subjektive“: Der Preis der Ware, der jedes Bedürfnis vom nützlichen Gut trennt, wird darin zum Ausdruck subjektiver Wertschätzung prinzipiell knapper Güter, damit Wünsche und Gütermenge zu einem ver-nünftigen Ausgleich kommen. Und der Markt, den Marx in der Wirklichkeit als Konkurrenz der Betriebe um lohnende Preise angetroffen hat, gerät den Freunden der „unsichtbaren Hand“ des Marktes (Adam Smith), zu einem rundum gelungenen Kundendienst: Das Publikum ordert mit seinen Geldscheinen beim Einkauf Qualität und Menge des Angebots, das die Nachfrage bedient. Zwei Theorien, aber nur eine Welt. Es lohnt sich, den Leistungsvergleich einmal ernsthaft durchzuführen, den die moderne Volkswirtschaftslehre gegen Marx ausgerufen hatte und für sich entschieden zu haben meint.

Referent: Dr. Theo Wentzke, Mitglied der Redaktion der politischen Vierteljahreszeitschrift GEGENSTANDPUNKT

Universität Rostock – Philosophische Falkultät
August-Bebel-Straße 28
8 . Etage – Raum ausgeschildert
Montag, 26. Oktober 2009
19.00 Uhr

Veranstalter:
Fachschaft Philosophie
Kapital-Lesekreis an der Uni Rostock
Studierendengruppe dielinke.SDS -Rostock

Auf Schlingerkurs

September 28, 2009

Useless hat bei sich angefangen die Disko aus der aktuellen Jungle World zu kommentieren, geht aber nicht auf meine These ein, nach der der Text von Angela Marquardt, der Anmelderin für Venceremos in Dresden sich ironischerweise einer ähnlichen Argumentationsstruktur bedient, wie das Dresdener Bündnis No Pasaran anlässlich ihrer Mobilisierung für den Februar 2009.

Auch sie unterscheidet individuelle, persönliche Empfindungen in Bezug auf die erinnerten Ereignisse von der globaleren politischen Bewertung des Gesamtzusammenhanges, um so einem individuellem Erinnern, welches im Widerspruch zur Analyse des Gesamtzusammenhanges steht oder stehen kann den Weg zu bahnen. So wie No Pasaran sagte, der Krieg gegen die Nazis war gut und(!) dass dabei Dresdener_innen sterben mussten, war tragisch; so sagt Angela Marquardt die Deutsche Einheit, zu der auch der Fall der Mauer gehört, ist wegen dem dann folgenden erstarkenden Nationalismus ein schlimmes Kapitel der deutschen Geschichte, aber das Ende der DDR fand ich gut.

Vielleicht wollen sich ja hier mehr Menschen zu dieser These auslassen. Trifft diese zu, so könnte gesagt werden, dass es einigermaßen inkonsistent ist. Marquardt zu bejahen und No Pasaran abzulehnen.

Mal zu einem ernsten Thema…

September 23, 2009


(via)

Pressemitteilungen der Polizei sind keine neutralen Äußerungen zu Geschehnissen, die irgendwie mit der Polizei und deren Arbeit zu tun haben. Die Polizei ist Akteur und ihre Pressemitteilungen sind ein Mittel für ihre Zwecke. Es kommt darauf an genauer hinzuschauen was, wann (, oder auch warum nicht) veröffentlicht wird.
Immer wenn es besonders dramatisch klingen soll, wird die Polizeigewerkschaft ins Rennen geschickt. Dies kann man auch an einem Beispiel sehen, welches das Bildblog aufgegegriffen hat.

Lesen, lesen, lesen

September 21, 2009

Also damit es nicht zu langweilig wird hier noch zwei Links: Einmal zu den Cosmoproletariern zum Al Quds Tag im Iran und der zweite zu Spiegelschrift, der nach der Flora Veranstaltung über kritische Kunst einige Gedanken zusammenträgt.

Ich widme mich nun wieder der Zizek Lektüre, da ist nämlich ein neues Paket angekommen und jetzt geht es weiter mit der politischen Suspension des Ethischen. Mal schauen, wie das wird.